Offener Brief an die beiden Dortmunder Bündnisse

Liebe Freund_Innen und Genoss_Innen
vom S4 Bündnis und von „Dortmund stellt sich quer“,

wir als antifaschistische, Gelsenkirchener Gruppen haben uns nach langer Beratung entschieden, diesen offenen Brief zu schreiben, weil die Situation in Dortmund für uns sehr unbefriedigend und für uns exemplarisch ist.

Wir nehmen die Situation so wahr:
Wir haben zwei Bündnisse, die sich gegenseitig „bekämpfen“, wobei jede Seite uns ihre Position schildert und wir als Außenstehende kaum Möglichkeiten haben, den Wahrheitsgehalt der einen oder anderen Seite zu überprüfen.

Daher möchten wir uns an der Debatte mit drei allgemeinen Positionen beteiligen:

1) Der 1. September ist ein linker Erinnerungstag, der an den Kriegsanfang des WW2 erinnern soll, den Überfall Deutschlands auf Polen.
Dieser Tag wurde aber eben nicht nur von den Überlebenden als Tag gegen den Faschismus gesehen, sondern ebenso als klare Ablehnung gegen den Krieg. Den Schwur von Buchenwald finden wir an dieser Stelle passend:
„Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.“
Auch wenn die Nazis nun versuchen, diesen Tag zu „besetzen“, dürfen wir eine klare Ablehnung von Krieg und Militarismus nicht aufgeben.

2) Der Nahostkonflikt und die Auseinandersetzungen zwischen sogenannten „Antideutschen“ und sogenannten „Anti-Imps“ führen gerade in NRW immer wieder zu Spaltungen in der antifaschistischen Bewegung. Der inhaltlichen Debatte wird die linke Szene in den nächsten Monaten und Jahren nicht ausweichen können,
ABER diese Debatte hat in der Aktion gegen die Nazis nichts verloren.
Uns ist klar, dass für diese gemeinsame Aktion ein Minimalkonsens gefunden werden muss, in dem sich alle zumindest bis zum Ende der Aktion tolerieren können. Daher halten wir es für notwendig, Gruppen, die reaktionäre Gruppen (z.B. Hamas, Hisbollah…) offen unterstützen, aus dem Bündnis heraus zu halten. Ebenso sehen wir es auf der anderen Seite für notwenig an, eine einseitige kriegsbefürwortende, nationale Positionierung in Form von Nationalfahnen ebenso zu unterbinden.

3) Das Konzept der Massenblockade basiert nicht auf dem „elitären“ Anspruch Weniger, sondern darauf, dass wir es schaffen, eine linke Bündnispolitik gegen Nazis zu fahren, die es vielen Menschen ermöglicht, mitzumachen. Diese Lehren ziehen wir unter anderem aus der Niederlage gegen die NSDAP und der Idee der antifaschistischen Aktion. Öffnet das Bündnis für alle, die sich klar gegen Faschismus aussprechen und bereit sind, den Aktionskonsens einzuhalten. Dann können wir Dresden locker wiederholen.

Wir bitten daher beide Bündnisse, ihr Vorgehen noch mal zu überdenken und persönliche Befindlichkeiten außen vor zu lassen. Falls eine gemeinsame Aktion dieses Jahr erneut nicht möglich ist, erwarten wir von beiden Seiten aber eine klare Absprache!

Bis wir dahingehend Rückmeldungen haben, verbleiben wir mit Solidarität für alle Bündnisse, die sich gegen die Faschisten stellen, aber unterstützen kein Bündnis (mehr) im Einzelnen.

Antifaschistische Jugend-Koordination Gelsenkirchen,
(Antifaschistische Jugend Gelsenkirchen, Falken AKAS, Schokofront und VVN-BdA Jugend)

Interpretationsversuch der AG-Ruhr

Liebe GenossenInnen, liebe Freunde

Die Aktionsgruppe Ruhr-Mitte ist von einer Spaltung der Gelsenkirchener Antifas überzeugt, die altbekannte Spaltung zwischen Antiimps und Anti-Ds. Es tut uns Leid die Nazis enttäuschen zu müssen, denn wir als antifaschistische Jugend Gelsenkirchen verweisen nirgendwo auf die Rote Antifa Duisburg und hegen auch in keinster Weise Kontakt mit dieser. Wir stellen uns in diesem Konflikt weder auf die eine noch auf die andere Seite; wir haben nicht vor, uns auf Grund inhaltlicher Differenzen von vorne herein von einzelnen Antifa-Gruppen abzuspalten. Darunter würde nur unser aller gemeinsames Ziel leiden, und eine konstruktive Arbeit würde verhindert werden.
Wir wünschen uns eine erflogreiche Zusammenarbeit mit allen Gelsenkirchener antifaschistischen Aktionsgruppen und Einzelpersonen für ein Nazisfreies Gelsenkirchen.

http://logr.org/info/2010/07/antifa-spaltet-sich/

Rechtsrock aus Gelsenkirchen

Sturmwehr ist eine klar nationalsozialistisch einzuordnende Rechtsrock-Band aus Gelsenkirchen. Seit nun mehr 16 Jahren verbreiten sie ihren braunen Müll – unter der Leitung von Jens Brucherseifer – auf „Kameradschaftsabende“ der NDP und 19 (bekannten) Studioalben.
Jens B. wird sogar in der eigenen Szene nachgesagt, Mitglied in der rechtsextremen Band Sturm 18 zu sein, da er zu diesem Thema eine zwar legale aber textlich weitaus härtere Platte veröffentlicht hat. Er selber will sich und seine Band von dem „Nazi-Image“ distanzieren und bezeichnet sich selber lediglich als nationalistisch.
Am Beispiel solcher alten und immer noch aktiven rechten Säcke müssen wir erkennen, dass die rechte Szene durch legale Wege ihre falschen und Menschenverachtenden Propaganda an den Mann bringen kann. Diese rassistischen und Gewalt verherrlichenden Texte finden durch Verteil-Aktionen z.B. auf Schulhöfen immer neue Opfer, da es im öffentlichen Raum immer noch an ausreichender Aufklärung über Rechtsextremismus fehlt..
Weil Rechtsrock in der Nazi-Szene eines der wichtigsten Mittel ist, den Jugendlichen rechtsextreme Inhalte zu vermitteln und Kontakt zu rechtsextremen Gruppen herzustellen, müssen wir es uns zur Aufgabe machen die Gesellschaft mehr über dieses Thema aufzuklären und die organisierte Verbreitung dieser Inhalte zu zerschlagen

Landtagswahl NRW

Die Wahlen sind vorbei und es zeigt sich welches Problem in Gelsenkirchen herrscht, es nennt sich ´Pro NRW´! Ihre antiislamische Hetze, kam wohl bei vielen gelsenkirchenern Bürgern gut an und sie wählten am 9.Mai, die Rassisten im Anzug. Pro NRW erzielte mehr als 4% der Wählerstimmen, aber auch die NPD bekam knapp unter 1% der Wählerstimmen. Insgesamt bekamen alle rechten Parteien fast 6% der Stimmen. Es ist ganz klar das wir etwas gegen den braunen Sumpf in Gelsenkirchen tun müssen, Aufklärung ist erforderlich und es müssen Kampangen gegen ihre rassistische Hetze entstehen.Wir brauchen mehr Menschen die sich organisieren und den scheiß Nazis den Kampf ansagen, wir werden dieses Wahlergebnis nicht ignorieren und uns den Braunen in den Weg stellen.
Kampf dem Rassismus!!!

8.mai auf nach Düsseldorf!

Am 8. Mai 1945 kapitulierte die faschistische deutsche Wehrmacht bedingungslos. Damit wurde eines der brutalsten Regimes der Menschheitsgeschichte vernichtend geschlagen.
Der 65. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus ist für uns ein Freudentag, denn dieser Tag symbolisiert den Sieg über den größten Feind der Menschheit.

Zu diesem Anlass findet eine Gedenkdemo statt, die verschiedene Orte des nationalistischen Terrors und des antifaschistischen Widerstandes in Düsseldorf aufsucht. Danach finden auch Proteste gegen Pro NRW statt, da die Rechtspopulisten an diesem Tag ihre Wahlkampftournee in der Landeshauptstadt Düsseldorf beenden! Lasst uns gemeinsam den Tag der Befreiung feiern und den Nazis wieder einmal den Tag vermiesen! Die Gedenkdemo startet am DGB-Haus, Friedrich-Ebert-Strasse, Düsseldorf um 12:00
weitere Infos auch zu der Aftershowparty mit geilen Bands auf http://www.8-mai-2010.de/

Alerta,

herzlich willkommen auf dem Blog der antifaschistischen Jugend Gelsenkirchen.




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